AutorThema: Fünf Freunde - Hörspiel-Folgenblock 130 - 139  (Gelesen 10253 mal)

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Online Männlich Gasthaus Schenk

Antw:Fünf Freunde - Hörspiel-Folgenblock 130 - 139
« Antwort #100 am: 09.09.2020 15:31 »
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Eher Fünf Freunde Embryos...

"Verbrechen im Mutterleib"
"Duell in der Gebärmutter"
"Weißes Gift im Muttermund"

Stefan Wolf hätte seine Freude gehabt!
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Unbestrittener Vorsitzender der "Früher war alles besser"-Fraktion, unverbesserlicher Reaktionär und Vulgärromantiker

Offline Männlich die kühle Schnauze

Antw:Fünf Freunde - Hörspiel-Folgenblock 130 - 139
« Antwort #101 am: 09.09.2020 16:06 »
Du hast es erfasst!

P.S.: Die 138 ist jetzt gekauft; freu mich auf's qualvolle Anhören. Aber wenn man sie kauft, ist halt auch der Schmerzfaktor größer...
*spam* 41x45.gif

Offline Männlich Das blaue Wunder

Antw:Fünf Freunde - Hörspiel-Folgenblock 130 - 139
« Antwort #102 am: 14.09.2020 07:41 »
138/am Ende der Weisheit

... wäre ein passenderer Titel gewesen, so oft und lang, wie die Freunde hier auf dem Schlauch stehen :D

Sodele, hab mir die Folge gestern dann auch mal reingezogen. Falls jemand fragt, ich hab’s nicht mehr eilig damit. Die letzte Folge liegt mir immer noch schwer im Magen. Bei den drei ??? tuts mir noch weh, wenn Minninger wieder eine gute Buchvorlage versemmelt. Hier ist es mir zumindest bis mal ein Autorenwechsel vollzogen wird fast schon egal.

Ich will mich deswegen auch gar nicht groß über die Folge aufregen. Einmal vorweggenommen, sie lässt sich ganz okay hören, ein paar Schwächen wurden tatsächlich behoben, andere sind geblieben, einige sind neu, aber die Geschichte weckte zum ersten Mal seit langer Zeit tatsächlich mal wieder so etwas wie Interesse bei mir - und ganz ehrlich, viel mehr als das kann man hier nicht mehr erwarten.

Sehr schön gleich der Beginn: Kathrin McClean lernt von Gabriele Hartmann und lässt die fünf Freunde einfach mit Tante Fanny Urlaub machen (bei irgendeiner anderen Tante, die natürlich wieder keiner kennt :D ) ohne dass das so erzwungen wirkt. Erzwungen und künstlich wirkt dann eher der Anfangsdialog, aber das kennt man ja von sämtlichen Körting-Produktionen mittlerweile.

Ich weiß nicht so recht, ob McClean hier versteckt Kritik üben wollte an den Leuten, die immer nur streng nach Navi fahren und gar nicht in der Lage sind, irgendwie selbstständig mal auf die Straße zu schauen. Dass gerade der vernünftige Julian aufgrund eines fehlenden Wegweisers mal so eben die Klippen übersieht, ist jedenfalls einfach Quatsch. Zudem ist es mir zu plakativ, wie hier die Wichtigkeit dieses Wegweisers präsentiert wird. Der Kioskbesitzer jammert von Hauptsaison und zack, 2 Sekunden später kommen die Touristen und mäkeln rum.

Die kindlichen Dialoge bleiben eigentlich die ganze Folge über, aber es war schon mal schlimmer. Das Dumme ist halt, man merkt vor allem Garcia mittlerweile mehr als deutlich an, dass sie lange schon nicht mehr das Alter hat, welches sie in der Serie hat. Ich denke, das macht auch was aus und nicht jedes Overacting steht so im Skript. Und auch von den Gastsprechern vermag keiner so recht zu überzeugen.

Schade ist, dass man den Täter hier wieder so leicht erkennt, da war mehr drin. Vor allem versucht McClean ganz clever den Hörer irgendwie auf falsche Fährten zu locken. Dass sich die Freunde mal irren dürfen, finde ich durchaus gut. Dass sie die ganze Folge über völlig absurde Theorien anstellen, weniger. Ich mein, hallo? Jemand will behaupten, sein Grundstück wäre der östlichste / westlichste / whatever Punkt von England und klaut dafür den Wegweiser? Und das findet Julian auch noch total schlüssig? Äh, das wackelt ja wohl ein wenig doll.

Überhaupt ist die Story recht unspektakulär. Ein geklauter Wegweiser, eine Sitzbank und irgendsoeine olle Statue oder was auch immer. Aber immerhin mal ne Diebstahlserie, das macht die Handlung ein wenig unberechenbarer und potentiell facettenreicher.

Bloß dass die FF erst merken, was Sache ist, als sie wirklich gar keine Möglichkeit mehr haben, das nicht zu checken, na ja, das hätte man auch umgehen können, indem man einfach ein paar prägnante Figuren mehr eingebaut hätte. Schade auch, wie zufallsbasiert das passiert. Dabei fand ich es wirklich gut, dass zumindest das Motiv nicht sofort klar erkennbar ist. Und selbiges ist dann auch ok. Gab es auch so glaube ich noch nicht, da möchte ich McClean gar keine Vorwürfe machen. Ebenso wenig kann sie für die grottige Umsetzung der Flughafen-Szene am Ende etwas. Wenn da ein Haufen Touristen heranströmt, halten die offenbar (fast) alle erstmal ehrfurchtsvoll die Klappe oder was? Warum kann man die alten Sounds nicht mal wieder rausholen? Sind die verloren gegangen? Meinetwegen stellt euch mal ein paar Minuten auf den nächsten Flughafen und nehmt auf, aber macht mal was! Oder sollte das eine Corona-Variante sein? Abgesehen davon geht das Hörspiel akustisch aber insgesamt durchaus in Ordnung. So ein Glück, dass es viele Meeresszenen gibt, da muss man sich gar nicht so viel anstrengen mit der Akustik, nech? ;)

Tante Fanny nervt mit ihrem Ferien machen-Gedöns, das kann man immer noch nicht abstellen. Annes „Voll gemein“-Ruf ist wieder mit dabei. George darf endlich mal wieder ein bisschen zickig sein, nur hat sie das in der Hartmann-Ära immer besser gespielt (zB Folge 79). Sehr schön: Das Ende ist nicht so lang gezogen wie bspw. in der 114 oder 116. Also doch was gelernt. Die Dorfbewohner (ob jetzt in Kirrin oder bei Lands End ist ja völlig egal) bleiben leider noch immer völlig austauschbar und farblos. Ist das so schwer, einem Dorf mit einer Handvoll gut charakterisierten Personen ganz klassisch Leben einzuhauchen? Die Kinder beweisen leider auch wieder ihre Hobbylosigkeit, als sie die ganze Gegend nach einem Wegweiser absuchen. In die Richtung könnte man Tante Fannys Sorgen doch mal lenken - „Macht doch mal Ferien und verschwendet nicht eure Zeit mit so einem sinnlosen Kram!“

Die Musik ist so lala. Gerade bei so einem Setting erwarte ich eigentlich mehr ältere Melodien mit dem alten Flair, aber es sollte wohl nicht sein.

Ich würde sagen, es ist nach 130-132 die viertbeste Folge im Block, traurigerweise. Bei Gabriele Hartmann wäre die viertbeste Folge von 10 wohl meistens im Bereich 1-, hier würd ich gnädig ne 3 geben, auch weil viele der größten Schwächen dieses Mal tatsächlich nicht McClean, sondern das Studio Körting zu verantworten hat und ich die Folge im Gegensatz zur 120 oder 137 einigermaßen flüssig ohne ständig mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen durchhören konnte. Es geht immer schlimmer. Mal schauen, was das Jahresfinale uns bringt.
„Ich steh auf, verrenk mich, erst dann bin ich dran denklich.“
„Ein Baum, ein Baum und noch ein Baum. Ein ganzer Wald, man glaubt es kaum.“
„Ach, mein Freund, wie sehr ich dich bedauer, doch wenn ich lach, werd bloß nicht sauer.“
„Peter Shaw, ja, das ist wahr, inmitten einer Mädchenschar. Er offenbart Gefühl und Herz, gibt sich ganz hin dem Liebesschmerz.“

- DDF (175) - Schattenwelt -

Offline Männlich Andromeda

Antw:Fünf Freunde - Hörspiel-Folgenblock 130 - 139
« Antwort #103 am: 14.09.2020 20:06 »
Was die fehlende Atmosphäre habe ich mich auch gefragt, warum es in der Szene im Cafe möglich war, eine authentische Soundkulisse zu entwerfen, mit Stimmengewirr und Autolärm im Hintergrund. Während es fast jegliche Geräuschkulisse am Flugplatz fehlt. Das ist mir zuletzt wirklich häufig aufgefallen, dass es offnebar an der Tagesform der Geräuschemacherin liegt, wie gut eine Szene untermalt ist. Irgendwie echt traurig, dass man das reichhaltige Klangarchiv nur sporadisch nutzt...
Skurriler, von mir leicht veränderter Dialogfetzen aus dem Drei-???-Universum:

,,Verschwinde! Hau ab!", schrie Peter ohrenbetäubend, während er voller Ekel, vor der abscheulichen Gestalt der Hexe, seinen Blick zu Boden sinken ließ.
,,Dein Wunsch ist mir Befehl! Ich habe schon einen teuflischen Appetit. Um Mitternacht kehre ich zurück, und dann werde ich dich fressen!", drohte die Hexe, während sie in dem Bruchteil einer Sekunde in schallendes Gelächter ausbrach.
Ein Gelächter, wie es nur aus der Kehle einer teuflischen Gestalt kommen konnte, voller Angst wandte Peter seinen Blick wieder ab. Als er sogleich seinen Kopf wieder hob, war die Hexe spurlos verschwunden.

Offline Männlich Bert Hansen

Antw:Fünf Freunde - Hörspiel-Folgenblock 130 - 139
« Antwort #104 am: Gestern um 11:18 »
Wir hören gerade die Folgen chronologisch durch und da fiel mir auf, dass in Folge 78 (... und die Piraten-Bande) die Freunde durchaus genau an jenem Ort sein könnten. Auch da wird davon gesprochen, dass der nächste Ort New York wäre... Hm... Jetzt stört mich das, es als innovative Idee zu verkaufen!  25x40.gif 28x36.gif
Wenn das Leben uns in die Knie zwingt, tanzen wir Limbo!