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AutorThema: Die drei ??? Folgenblock 190-199  (Gelesen 5158 mal)

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Offline Männlich Andromeda

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #50 am: 14.10.2018 10:31 »
Die Legende der Gaukler erfüllt alle positiven Eigenschaften von Sonnleitners neuem Werk nicht. Ein schleppender Einstieg,
Eine kaum zu überblickende Personenzahl, Charaktere, die lediglich zur kurzen Steigerung von Spannungsmomenten dienen. Gegen Ende ist es eigentlich völlig irrelevant, wer schlussendlich die Anschläge auf den Jahrmarkt zu verantworten hat. Die Gruselmomente zünden nicht, da helfen auch keine untoten Gruselgestalten.
Hätte Marx diese Geschichte in dieser Art verfasst, hätte er sicherlich ein gelungenes Machwerk daraus gezaubert. Aber in Anbetracht, dass Ditterts Werke leider von Werk zu Werk schwächer zu werden scheinen, bleibt mir nur übrig, die Legende der Gaukler zu den unausgegorenen Werken zählen zu lassen. Ich vergebe eine 4- bis 5+.
Potenzial hätte die Hintergrundgeschichte auf jeden Fall gehabt, leider gelingt es Dittert kaum aus der mystischen Aufmachung Kapital zu schlagen. Ich musste mich durch jedes einzelne Kapitel durchgequält, im Mittelteil habe einige Seiten sogar übersprungen, um zu etwas spannenderen Stellen vordringen zu können.
Skurriler, von mir leicht veränderter Dialogfetzen aus dem Drei-???-Universum:

,,Verschwinde! Hau ab!", schrie Peter ohrenbetäubend, während er voller Ekel, vor der abscheulichen Gestalt der Hexe, seinen Blick zu Boden sinken ließ.
,,Dein Wunsch ist mir Befehl! Ich habe schon einen teuflischen Appetit. Um Mitternacht kehre ich zurück, und dann werde ich dich fressen!", drohte die Hexe, während sie in dem Bruchteil einer Sekunde in schallendes Gelächter ausbrach.
Ein Gelächter, wie es nur aus der Kehle einer teuflischen Gestalt kommen konnte, voller Angst wandte Peter seinen Blick wieder ab. Als er sogleich seinen Kopf wieder hob, war die Hexe spurlos verschwunden.

Offline Männlich Andromeda

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #51 am: 27.10.2018 19:52 »
Ich habe zuletzt mehrfach in die Hörbeispiele zur bald erscheinenden drei ???-Folge ,,Das Geheimnis des Bauchredners" reingehört.
Wie zumeist waren es ziemlich unaussagekräftige Stellen.
Die Hauptsprecher haben mich in ihren Performances auf jeden Fall überzeugt, das konnte man hören.
Weitere Sprecher*innen, welche ich herausgehört habe, waren Anne Moll als Trixie Stiles und Barbara Focke als Tante Patricia.
Das Hörspiel soll laut Amazon eine Länge von fast 79 Minuten haben, eine gute Investition, wie ich im Hinblick auf die Buchvorlage meine.
Skurriler, von mir leicht veränderter Dialogfetzen aus dem Drei-???-Universum:

,,Verschwinde! Hau ab!", schrie Peter ohrenbetäubend, während er voller Ekel, vor der abscheulichen Gestalt der Hexe, seinen Blick zu Boden sinken ließ.
,,Dein Wunsch ist mir Befehl! Ich habe schon einen teuflischen Appetit. Um Mitternacht kehre ich zurück, und dann werde ich dich fressen!", drohte die Hexe, während sie in dem Bruchteil einer Sekunde in schallendes Gelächter ausbrach.
Ein Gelächter, wie es nur aus der Kehle einer teuflischen Gestalt kommen konnte, voller Angst wandte Peter seinen Blick wieder ab. Als er sogleich seinen Kopf wieder hob, war die Hexe spurlos verschwunden.

Offline Männlich Das blaue Wunder

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #52 am: 01.12.2018 15:34 »
Vorwort: Die letzte starke Episode der drei ??? liegt bereits bis zu Folge 188 „Signale aus dem Jenseits“ zurück. Was man danach geboten bekam, grenzte teilweise schon fast an Veralberung der Fans. Klar, die Buchvorlagen der letzten Folgen waren alle nicht berauschend, aber man kann sich zumindest mit Sprecherleistungen und Atmosphäre Mühe geben, selbst - oder gerade - beim Tiefpunkt der Tiefpunkte, dem Shanghai-Abenteuer „Im Bann des Drachen“ (192), aber da war nichts, kein Esprit, kein Versuch, Schadensbegrenzung zu betreiben, einfach größtenteils lieblos produzierter, dahingerotzter, langweiliger Müll, den die Serie nicht verdient hat. Ganz ehrlich, da höre ich selbst „Todesflug“ (92) lieber an, der mag zwar völlig absurd sein, kann aber wenigstens gut unterhalten.
Nun kenne ich aber größtenteils die nächsten Buchvorlagen und da reiht sich genauso viel Erfreuliches aneinander, wie zwischen Folge 189-195 das genaue Gegenteil, nämlich Ernüchterndes. Den Start macht niemand anderes als der beste deutsche Autor der Serie, André Marx, mit „Geheimnis des Bauchredners“. Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen und war dementsprechend erwartungsvoll, was das Hörspiel angeht. Nebenbei bemerkt eine Folge, die man eigentlich als Nr. 194 hätte vertonen sollen, aber André Minninger hat es natürlich vorgezogen, seine zähe, langgezogene und am Ende auch noch Rahmen sprengende Zeitreise-Story dort zu platzieren.

Handlung: Die drei ??? werden von Allie Jamison gebeten, ihrer Tante Patricia Osborne zu helfen. Ihr neuer Mitbewohner wandelt nachts im Haus herum. Das Problem dabei: Mr. Giggles ist kein ruhestörender Mensch, sondern eine Bauchrednerpuppe!

Meinung: Der erste Ärger darüber, dass man zum x-ten Mal auf die komplette Titelmelodie verzichtet hat, weicht schnell der Begeisterung über den atmosphärisch dichten Einstieg in die Geschichte inkl. hervorragender Sprecherleistungen, auch seitens der drei Hauptakteure Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich. Es gibt keine Sterilität, sondern mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln gelingt es gleich, den Hörer in den Bann der Story zu ziehen. Die beginnt zwar eher langsam, bietet aber im weiteren Verlauf immer wieder Spannung und sogar ein bisschen Grusel. Trotz der Spielzeit von 78 Minuten besteht nie die Gefahr, groß abzuschweifen oder das Interesse vorzeitig zu verlieren. Während ich über weite Strecken das Gefühl hatte, dass kaum eine Szene aus der Buchvorlage nicht vertont wurde, muss man am Ende leider ein paar kleine Abstriche machen, da der letzte Spannungsmoment es leider nicht mehr in das Hörspiel geschafft hat, sodass der Schluss viel zu zahm daherkommt und auch recht plötzlich eingeschoben wird. Allerdings hat es diesbezüglich schon Folgen gegeben, bei denen das deutlich schwerer ins Gewicht fiel. Die Geschichte ist interessant, undurchsichtig und bietet sehr gut gezeichnete Charaktere. Die Auflösung ist schlüssig und der Weg dahin stets unterhaltsam.

Die Sprecherliste ist überschaubar und insgesamt zwar nicht mit den ganz großen Namen gefüllt, dem gegenüber steht aber deren Leistung. Schön, dass Barbara Focke nach so vielen Jahren („Die singende Schlange“, Folge 25) nochmal als Tante Patricia auftritt und dabei kaum Spielfreude eingebüßt hat. Auch Wolfgang Kaven als Osiris ist ein Genuss. Für die titelgebende Figur hat man Lutz Mackensy ins Studio geholt, der erheblich dazu beiträgt, dass die unheimlichen Szenen gut funktionieren. Gleichwohl stelle ich mir die Frage, ob ich Mr. Giggles im Fernsehen wohl als lustig und nicht als gruselig empfunden hätte... Bezüglich Sunshine (Dagmar Dreke) ist Europa allerdings ein Fauxpas unterlaufen. In Folge 148, „Feurige Flut“, stellt sich am Ende heraus, dass es die von Dreke dort gesprochene Figur Sunshines Zwillingsschwester war und die echte Sunshine somit nie dort auftrat, hier allerdings schon. Das hatten Körting und Minninger wohl nicht mehr auf dem Schirm. Auch die weiteren Gastsprecher, u. a. Anne Moll und Frank Roder, können überzeugen. Deshalb fällt es leider besonders auf, wie schwach Axel Milberg hier größtenteils agiert. Sogar ein kleines Verhaspeln seinerseits ist von der Regie einfach durchgewunken worden. Schade. Ein Wiederhören mit Allie gibt es übrigens nicht, war aber für die Geschichte auch nicht nötig.

Die Musik ist ein schöner Mix aus neueren und etwas älteren Stücken, sogar eine Melodie aus dem „unsichtbaren Gegner“ (38) ist dabei sowie Musik aus dem „verschollenen Pilot“ (163). In den Szenen selbst wird insbesondere in den Schreckmomenten Musik eingespielt, was das positive Bild abrundet. Auch atmosphärisch besteht kein Grund zur Klage, endlich lässt ein DDF-Hörspiel auch mal wieder ein bisschen mehr Kopfkino zu. Ich würde sogar sagen, man sollte mit dieser Folge bei den ganz jungen Fans vorsichtig sein und für sie besser auf weniger unheimliche Kost zurückgreifen.

Leider passiert auch in dieser Folge, wie zu häufig in den letzten Jahren, eine Panne beim Ton. In der kurzen Sequenz, als Bob von seinen Recherchen berichtet und seinen Termin bei Stars & Stiles ankündigt, hört sich seine Passage sehr merkwürdig an, mehr nach Studioatmosphäre, dumpf, als würde er einige Meter von seinen Kollegen entfernt sitzen und eher geistesabwesend sprechen. So etwas darf mittlerweile einfach nicht mehr passieren.

Übrigens ist auf Track 6 für einen kurzen Moment (knapp 2 Sekunden) als Warteschleifenmusik bei Justus‘ Telefonat die alte Titelmelodie aus den Erstauflagen der ersten Folgen zu hören. Zwar etwas verlangsamt und tiefer, aber doch gut identifizierbar. Ein Indiz dafür, dass man im Rechtsstreit mit Carsten Bohn zu einer Einigung kommen will und 2019 passend zum doppelten Jubiläum (Band 200 und 40 Jahre Hörspiele) die Erstauflagen auf CD vertreiben darf/wird?

Insgesamt ist „Geheimnis des Bauchredners“ der einzige Lichtblick im sehr schwachen DDF-Hörspieljahr 2018, den man sicherlich nicht nur einmal hören wird. Mehr davon!

Vorschau: Als Nächstes freue ich mich ganz besonders auf die erste Folge von 2019, „Im Auge des Sturms“ (197) und natürlich auf die wohl im Juli erscheinende Trilogie „Feuriges Auge“ (200). Aber auch auf die Hörspiele zu „Der grüne Kobold“ (199) und „Das weiße Grab“ (202) darf man gespannt sein. Außerdem wurde jüngst das letzte noch vorhandene Skript aus den USA - „Ghost Train“ von M. V. Carey - wiederentdeckt, sodass einer längst überfälligen Vertonung der Top Secret Edition 2 im Special-Bereich eigentlich nichts mehr im Weg stehen sollte, nachdem man einen der drei dazugehörigen Bände - „Das versunkene Schiff“ (Erstlingswerk von André Marx) - fürs Planetarium dort rausgenommen hat.
"Wer soll sein blödes Maul halten?"
"Die TKKG-Bande!"

- TKKG Lustige Dialoge Part 3 aus
TKKG (095) - U-Bahn des Schreckens
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Offline Männlich Mr. Murphy

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Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #53 am: 01.12.2018 17:46 »
@ Das blaue Wunder: Zu Deiner Vorschau: Die TSE 1 erschien damals ja auch einzeln in der Hörspielvariante. Es kann gut sein, dass die 2 fehlenden Titel der TSE 2 irgendwann demnächst einzeln als Hörspiel erscheinen. Oder für die 3 Planetariumsstaffel genommen werden. Leider gibts dazu noch keine Infos von offizieller Seite.
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Ist kegeln mit Thomas Anders als mit Dieter Bowlen?

Wenn einem die dritten Zähne in die Nudeln fallen, hat man dann Zahnpasta?

Liebe ist, wenn beide vom Waldspaziergang zurück kommen.

Offline Männlich Andromeda

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #54 am: 01.12.2018 19:53 »
Ich bin mit der Hörspieladaption der Folge 196 ebenfalls weitestgehend zufrieden.
Trotzdem bin ich weit davon entfernt, diesem Hörspiel eine sehr gute Note zu geben, diesbezüglich fallen mir genügend Aspekte ein, welcher dieser Note widersprechen eindeutig würden.
Einerseits ist die Handlung an einigen Stellen etwas zu ausführlich abgehandelt worden, so dass es nach der akustisch gelungenen Einstiegssequenz mit Sunshine, Mrs. Osborne, Vandaan und Osiris lange dauert, bis ein wenig Bewegung in den Kriminalfall kommt.
Die Recherche nimmt deutlich zu viel Raum ein.
Die Nebenhandlungen um Osiris und Vandaan flogen demgegenüber sang und klanglos aus dem Hörspielskript, es fehlt wie häufig bei Minninger ein gesundes Mittelmaß bei den Kürzungen.
Sein Motto scheint in dem Kontext zu lauten, entweder ganz oder gar nicht. Minninger ist in der Hinsicht ein Wiederholungstäter.
andererseits sind ein/zwei Szenen weniger gelungen umgesetzt worden, erinnert wäre dabei nur an das Telefongespräch mit Justus und der vorherigen Befragung von Bryan Bonfanti von Bob, in der Frank Roder und Andreas Fröhlich  wenig Spielfluss und ohne genügend Esprit ihren Text runterbeten, Frank Roders Sprecherleistung steigert sich zum Showdown hin, gleichsam erweist sich Andreas Fröhlich ohnehin insgesamt als mit Abstand schwächstes Glied im Cast der Hauptsprecher, während Oliver Rohrbeck und Jens Wawrczeck ausnahmslos überzeugen können.
Fröhlichs des Öfteren sarkastischer Tonfall passte in der Folge selten zur Ernsthaftigkeit der Handlung. 
Schade, dass Axel Milberg analog zu Andreas Fröhlich nicht sein Niveau der letzten Folgen aufrecht erhalten kann. Im Verlaufe des Hörspiel gerät seine Darbietung des Öfteren zu monoton.
Die restliche Besetzung um den in einer Doppelrolle als Puppe und Frank Corman auftrumpfenden Lutz Mackensy, Anne Moll und Wolfgang Kaven, Barbara Focke und Dagmar Dreke kann ich schauspielerisch wenig vorwerfen.
Bei Letzterer gefiel mir die Sprecherleistung in Folge 148, in der Dagmar Dreke Sunshines Zwillingsschwester sprach, ein bisschen besser.
Dieses Mal hat sie echte Sunshine im Vergleich bedeutend nüchterner dargestellt, was allerdings auch an der Buchvorlage liegen dürfte.
Kari Erlhoff hätte ihre Figur sicher analog zu Folge 148 angelegt, das nennt sich wohl künstlerische Freiheit.

Bei der musikalischen Bewertung schwanke ich je nach Szene zwischen Mittelmaß und einem herausragend angepassten Soundtrack, vor allem die Untermalung der gruseligen Momente in Bezug auf die Puppe Mr. Giggle hat mich in Gänze überzeugt, die Musik der Szenenübergänge hingegen nicht durchgehend.
Das man gegen Ende auf ein düsteres Musikstück von Morgenstern zurückgegriffen hat, einigen dürfte es noch aus Folge 163 bekannt sein, erweist sich als Glücksgriff, obwohl der Showdown im Vergleich zur Buchvorlage entschärft wurde, trotzdem erweist er sich nicht als unspannend.
Ich gebe der Folge die Note 2, etwa oder leicht über dem Niveau der Vorgängerfolge, würde ich abschließend konstatieren.
Skurriler, von mir leicht veränderter Dialogfetzen aus dem Drei-???-Universum:

,,Verschwinde! Hau ab!", schrie Peter ohrenbetäubend, während er voller Ekel, vor der abscheulichen Gestalt der Hexe, seinen Blick zu Boden sinken ließ.
,,Dein Wunsch ist mir Befehl! Ich habe schon einen teuflischen Appetit. Um Mitternacht kehre ich zurück, und dann werde ich dich fressen!", drohte die Hexe, während sie in dem Bruchteil einer Sekunde in schallendes Gelächter ausbrach.
Ein Gelächter, wie es nur aus der Kehle einer teuflischen Gestalt kommen konnte, voller Angst wandte Peter seinen Blick wieder ab. Als er sogleich seinen Kopf wieder hob, war die Hexe spurlos verschwunden.

Offline Männlich Andromeda

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #55 am: 01.12.2018 19:57 »
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Vorwort: Die letzte starke Episode der drei ??? liegt bereits bis zu Folge 188 „Signale aus dem Jenseits“ zurück. Was man danach geboten bekam, grenzte teilweise schon fast an Veralberung der Fans. Klar, die Buchvorlagen der letzten Folgen waren alle nicht berauschend, aber man kann sich zumindest mit Sprecherleistungen und Atmosphäre Mühe geben, selbst - oder gerade - beim Tiefpunkt der Tiefpunkte, dem Shanghai-Abenteuer „Im Bann des Drachen“ (192), aber da war nichts, kein Esprit, kein Versuch, Schadensbegrenzung zu betreiben, einfach größtenteils lieblos produzierter, dahingerotzter, langweiliger Müll, den die Serie nicht verdient hat. Ganz ehrlich, da höre ich selbst „Todesflug“ (92) lieber an, der mag zwar völlig absurd sein, kann aber wenigstens gut unterhalten.
Nun kenne ich aber größtenteils die nächsten Buchvorlagen und da reiht sich genauso viel Erfreuliches aneinander, wie zwischen Folge 189-195 das genaue Gegenteil, nämlich Ernüchterndes. Den Start macht niemand anderes als der beste deutsche Autor der Serie, André Marx, mit „Geheimnis des Bauchredners“. Ich habe das Buch mit großer Freude gelesen und war dementsprechend erwartungsvoll, was das Hörspiel angeht. Nebenbei bemerkt eine Folge, die man eigentlich als Nr. 194 hätte vertonen sollen, aber André Minninger hat es natürlich vorgezogen, seine zähe, langgezogene und am Ende auch noch Rahmen sprengende Zeitreise-Story dort zu platzieren.

Handlung: Die drei ??? werden von Allie Jamison gebeten, ihrer Tante Patricia Osborne zu helfen. Ihr neuer Mitbewohner wandelt nachts im Haus herum. Das Problem dabei: Mr. Giggles ist kein ruhestörender Mensch, sondern eine Bauchrednerpuppe!

Meinung: Der erste Ärger darüber, dass man zum x-ten Mal auf die komplette Titelmelodie verzichtet hat, weicht schnell der Begeisterung über den atmosphärisch dichten Einstieg in die Geschichte inkl. hervorragender Sprecherleistungen, auch seitens der drei Hauptakteure Rohrbeck, Wawrczeck und Fröhlich. Es gibt keine Sterilität, sondern mit einfachen, aber wirkungsvollen Mitteln gelingt es gleich, den Hörer in den Bann der Story zu ziehen. Die beginnt zwar eher langsam, bietet aber im weiteren Verlauf immer wieder Spannung und sogar ein bisschen Grusel. Trotz der Spielzeit von 78 Minuten besteht nie die Gefahr, groß abzuschweifen oder das Interesse vorzeitig zu verlieren. Während ich über weite Strecken das Gefühl hatte, dass kaum eine Szene aus der Buchvorlage nicht vertont wurde, muss man am Ende leider ein paar kleine Abstriche machen, da der letzte Spannungsmoment es leider nicht mehr in das Hörspiel geschafft hat, sodass der Schluss viel zu zahm daherkommt und auch recht plötzlich eingeschoben wird. Allerdings hat es diesbezüglich schon Folgen gegeben, bei denen das deutlich schwerer ins Gewicht fiel. Die Geschichte ist interessant, undurchsichtig und bietet sehr gut gezeichnete Charaktere. Die Auflösung ist schlüssig und der Weg dahin stets unterhaltsam.

Die Sprecherliste ist überschaubar und insgesamt zwar nicht mit den ganz großen Namen gefüllt, dem gegenüber steht aber deren Leistung. Schön, dass Barbara Focke nach so vielen Jahren („Die singende Schlange“, Folge 25) nochmal als Tante Patricia auftritt und dabei kaum Spielfreude eingebüßt hat. Auch Wolfgang Kaven als Osiris ist ein Genuss. Für die titelgebende Figur hat man Lutz Mackensy ins Studio geholt, der erheblich dazu beiträgt, dass die unheimlichen Szenen gut funktionieren. Gleichwohl stelle ich mir die Frage, ob ich Mr. Giggles im Fernsehen wohl als lustig und nicht als gruselig empfunden hätte... Bezüglich Sunshine (Dagmar Dreke) ist Europa allerdings ein Fauxpas unterlaufen. In Folge 148, „Feurige Flut“, stellt sich am Ende heraus, dass es die von Dreke dort gesprochene Figur Sunshines Zwillingsschwester war und die echte Sunshine somit nie dort auftrat, hier allerdings schon. Das hatten Körting und Minninger wohl nicht mehr auf dem Schirm. Auch die weiteren Gastsprecher, u. a. Anne Moll und Frank Roder, können überzeugen. Deshalb fällt es leider besonders auf, wie schwach Axel Milberg hier größtenteils agiert. Sogar ein kleines Verhaspeln seinerseits ist von der Regie einfach durchgewunken worden. Schade. Ein Wiederhören mit Allie gibt es übrigens nicht, war aber für die Geschichte auch nicht nötig.

Die Musik ist ein schöner Mix aus neueren und etwas älteren Stücken, sogar eine Melodie aus dem „unsichtbaren Gegner“ (38) ist dabei sowie Musik aus dem „verschollenen Pilot“ (163). In den Szenen selbst wird insbesondere in den Schreckmomenten Musik eingespielt, was das positive Bild abrundet. Auch atmosphärisch besteht kein Grund zur Klage, endlich lässt ein DDF-Hörspiel auch mal wieder ein bisschen mehr Kopfkino zu. Ich würde sogar sagen, man sollte mit dieser Folge bei den ganz jungen Fans vorsichtig sein und für sie besser auf weniger unheimliche Kost zurückgreifen.

Leider passiert auch in dieser Folge, wie zu häufig in den letzten Jahren, eine Panne beim Ton. In der kurzen Sequenz, als Bob von seinen Recherchen berichtet und seinen Termin bei Stars & Stiles ankündigt, hört sich seine Passage sehr merkwürdig an, mehr nach Studioatmosphäre, dumpf, als würde er einige Meter von seinen Kollegen entfernt sitzen und eher geistesabwesend sprechen. So etwas darf mittlerweile einfach nicht mehr passieren.

Übrigens ist auf Track 6 für einen kurzen Moment (knapp 2 Sekunden) als Warteschleifenmusik bei Justus‘ Telefonat die alte Titelmelodie aus den Erstauflagen der ersten Folgen zu hören. Zwar etwas verlangsamt und tiefer, aber doch gut identifizierbar. Ein Indiz dafür, dass man im Rechtsstreit mit Carsten Bohn zu einer Einigung kommen will und 2019 passend zum doppelten Jubiläum (Band 200 und 40 Jahre Hörspiele) die Erstauflagen auf CD vertreiben darf/wird?

Insgesamt ist „Geheimnis des Bauchredners“ der einzige Lichtblick im sehr schwachen DDF-Hörspieljahr 2018, den man sicherlich nicht nur einmal hören wird. Mehr davon!

Vorschau: Als Nächstes freue ich mich ganz besonders auf die erste Folge von 2019, „Im Auge des Sturms“ (197) und natürlich auf die wohl im Juli erscheinende Trilogie „Feuriges Auge“ (200). Aber auch auf die Hörspiele zu „Der grüne Kobold“ (199) und „Das weiße Grab“ (202) darf man gespannt sein. Außerdem wurde jüngst das letzte noch vorhandene Skript aus den USA - „Ghost Train“ von M. V. Carey - wiederentdeckt, sodass einer längst überfälligen Vertonung der Top Secret Edition 2 im Special-Bereich eigentlich nichts mehr im Weg stehen sollte, nachdem man einen der drei dazugehörigen Bände - „Das versunkene Schiff“ (Erstlingswerk von André Marx) - fürs Planetarium dort rausgenommen hat.
Danke für die Anekdote mit der alten Titelmelodie, ist mir nicht aufgefallen. Selbst den Amazon-Rezensenten nicht. Da scheint jemand gute Ohren zu haben.  003.png
Mal sehen, vielleicht wird alte Carsten Bohn-Musik nicht nur in Neuauflagen der Neuauflagen der Originale eingespielt werden, sondern vereinzelt wieder in aktuellen Folgen.
Skurriler, von mir leicht veränderter Dialogfetzen aus dem Drei-???-Universum:

,,Verschwinde! Hau ab!", schrie Peter ohrenbetäubend, während er voller Ekel, vor der abscheulichen Gestalt der Hexe, seinen Blick zu Boden sinken ließ.
,,Dein Wunsch ist mir Befehl! Ich habe schon einen teuflischen Appetit. Um Mitternacht kehre ich zurück, und dann werde ich dich fressen!", drohte die Hexe, während sie in dem Bruchteil einer Sekunde in schallendes Gelächter ausbrach.
Ein Gelächter, wie es nur aus der Kehle einer teuflischen Gestalt kommen konnte, voller Angst wandte Peter seinen Blick wieder ab. Als er sogleich seinen Kopf wieder hob, war die Hexe spurlos verschwunden.

Offline Männlich Das blaue Wunder

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #56 am: 19.01.2019 23:28 »
Vorwort: Nutzt sich die Serie langsam ab? Wer diesen Gedanken bereits vor fünf Jahren hatte, dürfte mittlerweile nicht mehr an Bord sein. Es ist ein Jammer, dass die erfolgreichste Hörspielserie der Welt noch immer von zwei Menschen produziert wird, die nicht erkennen wollen, dass sie ihren Zenit bereits seit gut zehn Jahren (sprich: seit Ende des Rechtsstreits) überschritten haben (Heikedine Körting, vor der ich aufgrund ihrer jahrelangen Leistung mit mehr als 2000 produzierten Hörspielen durchaus meinen Hut ziehe, die aber jetzt zu stolz ist, ein frisches Gesicht ranzulassen und sich in den wohlverdienten Ruhestand zu begeben sowie André Minninger, der sein Pulver als Skriptautor seit Feuermond eindeutig verschossen hat), allerspätestens aber seit Beginn des 180er-Folgenblocks, seit dem vom noch übrig gebliebenen Elan nochmal eine ganze Ecke abgetrennt wurde. Was früher (und ich rede hier, wenn ich früher sage, nicht nur von den Folgen 1-39, sondern auch von der Folgenphase 61-120) der Anteil an Ausschussware war, ist heute immer mehr der Anteil an Folgen, die man gerne öfter hört.
Das Buch zu „Im Auge des Sturms“ von Kari Erlhoff war nach ihrem storymäßig doch sehr enttäuschendem „Verbrechen im Nichts“ (191) fast schon eine Granate. Es gehört schon einiges dazu, nach fast 200 Fällen noch eine bodenständige Geschichte präsentieren zu können, die nicht wie schon zig Mal da gewesen daherkommt und in der es nirgendwo um Spukerscheinungen oder unheimliche Monster geht. Flüssig, temporeich, undurchsichtig, mit einer gut gezeichneten, überschaubaren Anzahl an wichtigen Personen, einem unverbrauchten Setting und an den richtigen Stellen spannend. Das entsprechende Hörspiel kann wenig überraschend dabei nicht mithalten.

Handlung: „Findet Finnley! Er ist in Gefahr!“ - So starten die drei Detektive in ihren neuen Fall, in dem sie zunächst gar nicht so genau wissen, worum es eigentlich geht. Wer ist Finnley und in welcher Gefahr schwebt er? Die Fährte führt ins Surfermilieu und schon bald wird deutlich, dass es Leute gibt, denen die Ermittlungen von Justus, Peter und Bob gar nicht schmecken...

Meinung: Der Beginn der 197. Folge lässt leider so einiges vermissen. Es wird (mal wieder) viel zu viel geredet in der Zentrale und so dauert es einige Zeit, bis der Fall endlich in Schwung kommt. Hier sticht eindeutig Minningers Vorliebe hervor, Dialogszenen ungekürzt zu vertonen und spätere spannende Stellen dafür zu streichen. Nach dem ersten Viertel entwickelt sich die Folge allerdings mit zunehmender Laufzeit zu einer der stärksten Produktionen seit Beginn der 180er-Folgen. Der Fall bleibt lange undurchsichtig, gerät aber nie ins Stocken. Allerdings hatte ich als Kenner der Buchvorlage ständig das Gefühl, dass man die spannendsten Momente der Handlung entweder stark entschärft/verweichlicht, nur erwähnt oder gleich komplett weggelassen hat. Auch lässt der Höhepunkt mit dem Sturm im Finale in der akustischen Umsetzung stark zu wünschen übrig. Immerhin kommt er aber überhaupt vor.
Die wichtigen Charaktere sind auch im Hörspiel überwiegend gut gezeichnet, wobei allerdings einige Personen wie zB die Sängerin Stacy Warren hier leider eher wie unwichtige Randerscheinungen wirken durch die beim Buch nicht ideal angesetzte Schere von Minninger. Der sich durch das komplette Buch ziehende Running Gag, dass die drei Detektive ständig zum Putzen abkommandiert werden, wird hier glücklicherweise nur leicht angedeutet, während er im Buch etwas überzogen daherkam. Interessant ist, dass das im Buch eingedeutschte Café Seeblick im Hörspiel korrekterweise Sea View heißt.

Die Sprecherriege ist als eher durchwachsen einzustufen. Matthew Kooning (Tim Kreuer) ist hier seiner Rolle als geschwächter Auftraggeber nicht wirklich gewachsen, er verfällt eher ins Ablesen und ich empfand die Stimme einfach als viel zu jung. Auch Julian Greis klingt noch viel zu freundlich für eine derart feindselig angelegte Rolle (Finnley Stenseth), man nimmt ihm den mürrischen, genervten Miesepeter nicht durchgängig ab. Die größte Fehlbesetzung stellt allerdings Sascha Rotermund als Schläger Dylan Parks dar, der im Buch eher als rotziger, nicht besonders intelligenter, junger Typ charakterisiert wird, was hier vollkommen umgekrempelt wird. Darüber hinaus ist die Sprechpassage von Dietrich Adam (Dr. Kooning) sehr dumpf eingesprochen. Positiv dagegen ist die Leistung von Herma Koehn als Mrs. Stenseth zu erwähnen, die in ihrem kurzen Gastspiel exzellent aufblüht. Auch Clarissa Börner als Farryn weiß zu überzeugen. Die drei Hauptsprecher haben ebenfalls keine Durchhänger dieses Mal. Dann wäre da noch Erzähler Axel Milberg, mit dem ich mich nach wie vor etwas schwer tue. Für unheimliche Folgen passt seine Stimme recht gut, hier liefert er aber wieder eine sehr zurückhaltende, schwache Performance ab. Auch wenn ich natürlich selbst Thomas Fritschs Verfassung in dessen letzten Folgen mehrfach als kritisch angesehen habe, der Abschied ist immer noch schwer.

Atmosphärisch muss man zugeben, dass kaum eine Szene das Gefühl von Leere/Sterilität aufkommen lässt (lediglich auf dem Parkplatz des Krankenhauses scheint total tote Hose zu herrschen). Allerdings könnte die akustische Untermalung - vor allem bezüglich des Sturms - deutlich besser sein. Hier gilt insgesamt: Stärker als erwartet, aber insgesamt doch schwächer als gehofft. Die Musik ist größtenteils älteren Produktionen entnommen, auch Tracks aus Folgen um die Jahrtausendwende herum sind dabei. Einige Stücke spiegeln das Strand-/Surfersetting wider. Es hätte sicher stellenweise passendere Musik im Archiv gegeben, aber im Großen und Ganzen geht das schon so okay.

Fazit: Für die heutige Zeit ein durchaus zufriedenstellendes Hörspiel, insbesondere in Relation zu den meisten Vorgängern. Wenn man das Buch kennt, wird man insbesondere zu Beginn und am Ende allerdings eher enttäuscht sein, während der Mittelteil weitestgehend überzeugt und sehr flüssig daherkommt. Das Tempo der Buchvorlage wird dennoch nicht ins Hörspiel gerettet, für die Zukunft ist, bzw. bleibt es wichtig, dass man die ellenlangen Dialogszenen deutlich aufs Wichtigste reduzieren muss. Ich vergebe eine gute 2, die Bestnote wäre hier durchaus möglich gewesen, aber dazu ist das Skript einfach an zu vielen Stellen zu schwach und längst nicht auf einer Höhe mit dem Buch.
Die Trilogie „Feuriges Auge“ (200) kommt im Juli/August zur Unzeit, zu einer der schwächsten Phasen der Serie. Der richtige Zeitpunkt für eine qualitative Neuausrichtung wäre es auf jeden Fall.

Vorschau: Auf die Lektüre von Christoph Ditterts „Legende der Gaukler“ (198) habe ich aus drei Gründen verzichtet: Das Thema Zirkus ist nicht meins, das Buch hat keine guten Kritiken bekommen und ich habe mich in der Vergangenheit bereits durch drei Werke von Dittert (178, 185, 192) durchgequält, sein Schreibstil verhindert extrem zuverlässig einen guten Lesefluss und aus seinen Ideen holt er einfach absolut nichts raus. Nach dem absoluten Serientiefpunkt „Im Bann des Drachen“ (192), sowohl in schriftlicher, als auch akustischer Form, war für mich diesbezüglich einfach das Maß voll und Feierabend. Entsprechend kann man die Erwartungen getrost runterschrauben. Dafür ist der darauffolgende Band „Der grüne Kobold“ (199) von Marco Sonnleitner umso gelungener und bekommt hoffentlich auch eine entsprechende Hörspielumsetzung. Und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zu „Feuriges Auge“ (200). Und bis dahin bleibt ja zusätzlich noch die aus drei Folgen bestehende zweite Planetariumsstaffel, von der bereits im Februar die erste Folge, die Neufassung des Klassikers „Die schwarze Katze“ (Folge 4 von 1979) veröffentlicht wird.
"Wer soll sein blödes Maul halten?"
"Die TKKG-Bande!"

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Offline Männlich Andromeda

Antw:Die drei ??? Folgenblock 190-199
« Antwort #57 am: 20.01.2019 10:37 »
An die Buchvorlage reicht das Hörspiel leider nicht im Geringsten heran, wie du bereits geschrieben hast, wurde eine Reihe brenzliger Szenen entschärft bzw. bedingungslos gestrichen, es sei unter anderem an die Partyszene erinnert.
Die 70 Minuten Laufzeit hätten sinnvoller aufgeteilt werden sollen.
Dieses Hörspiel gleicht einem Motor, der bei den jetzigen eisigen Temperaturen, reichlich Zeit benötigt, um hochzufahren.
Der Anfang besteht schätzungsweise aus 80% ellenlanger für den Fall belangloser Dialoge.
Im Gegensatz zu dir empfand ich die Schlussszene als überaus gelungen, rein musikalisch und akustisch. Gestört hat mich in der Einstellung lediglich die tendenziell zur Monotonie neigenden Sprechweise von Axel Milberg.
Der Soundtrack ist ohnehin eines der Herausstellungsmerkmale dieses Hörspiels, komplett neu komponierte Musikstücke fehlen beinahe vollständig.
Die musikalische Untermalung besteht aus einem Potpourri der Soundtracks vergangener Folgen (92, 98, 101, 103, 114, 124, 186), welche zusätzlich mit einigen orchestralen Stücken ergänzt wurden (TKKG Folge 47 bis 53). 

Ich vergebe eine 2-, dem zweiten Hälfte des Hörspiels sei Dank, ansonsten wäre wahrscheinlich eine vier angemessener.
Skurriler, von mir leicht veränderter Dialogfetzen aus dem Drei-???-Universum:

,,Verschwinde! Hau ab!", schrie Peter ohrenbetäubend, während er voller Ekel, vor der abscheulichen Gestalt der Hexe, seinen Blick zu Boden sinken ließ.
,,Dein Wunsch ist mir Befehl! Ich habe schon einen teuflischen Appetit. Um Mitternacht kehre ich zurück, und dann werde ich dich fressen!", drohte die Hexe, während sie in dem Bruchteil einer Sekunde in schallendes Gelächter ausbrach.
Ein Gelächter, wie es nur aus der Kehle einer teuflischen Gestalt kommen konnte, voller Angst wandte Peter seinen Blick wieder ab. Als er sogleich seinen Kopf wieder hob, war die Hexe spurlos verschwunden.